Wenigstens koennen wir nun laenger schlafen und das tolle Fruehstueck geniessen. Pancakes!!! Mmmmh, lecker und auch der Kaffee schmeckt gut.
Nach Massage – tat das gut!!! – und Elefanten – nein, ihr habt nicht gestunken, als ihr wiederkamt :) – fahren wir durch riesige Nadelwaelder in Richtung Blyde Canyon.
Alle sind ein wenig muede von der vielen Fahrerei, aber die Landschaft ist trotzdem atemberaubend. Wer haette gedacht, dass Suedafrika so vielfaeltig ist? Wir haben nun wirklich schon alles gesehen. Steppe, Busch, Meer, hohe Berge, Wiesen, Wein, Landwirtschaft, Waelder und jetzt noch Canyons wie in den USA.
Als es schon wieder dunkel wird, sind wir immer noch auf der Suche nach unserer Wilderness Lodge. Dass hier der Name auch Programm ist, stellen wir fest, als wir immer weiter von der Zivilisation wegkommen und schon mehrfach ueberlegen, umzudrehen. Immer wieder kommen Schilder, und so fahren wir weiter und weiter in den afrikanischen Busch. Julia wollte Abenteuer, jetzt hat sie es bekommen! :)
1 Gate mit dem Warnhinweis auf wilde Tiere, die Strasse, die vorher schon Schotterpiste was, ist nun nur noch ein sehr duenner Weg und die Buesche und Baeume umringen sie komplett. Es ist dunkel und wir sehen nur die paar Meter, die Manni vor dem Auto ausleuchtet. Ein weiteres Gate mit derselben Aufschrift. Und weiter geht die Fahrt. Wir sind schon seit 20 min abseits der grossen Strasse unterwegs und sehen immer noch keine Lichter. Ah, da vorne ist nochmal ein Gate und hier ist die Wilderness Lodge. Ein Paradies mitten im „Dschungel“ mit gepflegten Rasenflaechen, einem kleinen Fluss mit Nilpferden und Krokodilen und vielen anderen Tieren. Hinweis wenn man ins Zimmer kommt: Bitte nicht naeher als 3m an den Fluss laufen, das ist gefaehrlich und bitte auf die Zebras und die Giraffe achten.
Ok, verstanden.
Vorne an der Rezeption sagen sie uns, sie haetten etwas fuer uns vorbereitet, weil sie nicht wussten, ob wir schon gegessen haben. Wir sind froh, weil wir wirklich Hunger haben. Um halb acht kommen wir zum Essen und finden uns in einer anderen Welt wieder. Wir sitzen in einem wunderschoenen nach oben offenem Raum an einer grossen, stilvoll gedeckten Tafel mit Kerzen und Stoffservietten. Im Hintergrund lodert ein Feuer und werden nach allen Regeln der Kunst verwoehnt.
Es gibt ein 3-Gaenge-Menue mit Suppe/ warmen Semmeln, Afrikanischen Kebabs (unterschiedliche Fleischsorten am Spiess) mit Gemuese (das gibt es hier also doch!), Kuerbismus und Polenta und zum Nachtisch noch Malvenkuchen mit Vanillesauce.
Ich habe Probleme mit dem Magen und wuerde eigentlich heute nach der Suppe aufhoeren, aber das geht beim besten Willen nicht. Es sieht zu gut aus und schmeckt super!
Was fuer ein stilvoller vorletzter Abend!
Julia hoert noch dem grunzenden Nilpferd von unserem Balkon aus zu und als ich mit Bauchschmerzen ins kalte Bett will, finde ich eine Waermflasche. Wie geil ist das denn?
Thursday, August 18, 2011
Wednesday, August 17, 2011
Die Armageddon Loewen
Beim Gedanken daran, dass wir auch morgen wieder so frueh aufstehen muessen ist es noch uebler, als ich um 5:30 den Wecker ausmache und versuche, mich anzuziehen. Aber wer den Leo sehen will, muss frueh aufstehen. Julia faellt es noch schwerer und wir schaffen es fast rechtzeitig zum Auto.
Der Concierge ruft an als wir gerade gehen wollen und will uns fuer unsere morgige Ballonfahrt wecken. Ein wenig verwirrt, der Gute. Aber nach einer kleinen Diskussion welcher Tag heute ist, passt alles und wir koennen los.
Es ist noch daemmrig. Wir tanken und kaufen Kekse, weil die natuerlich ohne den Starter-Kaffee im Zimmer liegengeblieben sind.
Ich bin geschockt, wie vergittert selbst die Tankstelle ist, in der es nur ein paar Chips- und Kekspackungen und Getränke gibt. Die Glastuer hat schon eine eingeschlagene Rosette – von einem Schuss?
Um 6:40 sind wir im Krueger und auf dem Weg zu einer Strasse, an der es angeblich viele der Raubkatzen geben soll. Heute wollen wir unbedingt einen Leoparden sehen! Sonst gehen wir nicht nach Hause.
„Auch ein Nashorn nehmen wir zum Aufwaermen, oder einen Loewen oder natuerlich eine Giraffe. Die haben wir auch schon 1 Tag nicht mehr gesehen“.
Ich biege um die Ecke und vor uns liegt eine leere Strasse. Ist da links etwas? Nein, aber geradeaus.
DIE ARMAGEDDON LOEWEN!
Ueber die Kuppe kommen 6 weibliche Loewen, schoen in einer Reihe, wie in Zeitlupe. Geschockt halte ich an und mache den Motor aus. Wo ist die Kamera??? Wir sind die Einzigen hier und koennen das Schauspiel in aller Ruhe betrachten.
Die Loewen sehen uns und sind unbeeindruckt. Sie kommen direkt auf uns zu, bleiben aber ploetzlich stehen, einer dreht sich um und als ob sie sich besprechen wuerden, rotten sie sich zusammen. Das geht schnell und schon sind sie weiter unterwegs mit Kurs auf unseren Manni. Von hinten kommt ein Auto, aber auch das bleibt stehen und so laufen die Loewen in aller Seelenruhe direkt am Auto vorbei. Wenn ich jetzt den Arm rausstrecke, kann ich einen streicheln.
Hinter unserem Auto halten sie nochmal an, posen ein wenig und verschwinden dann in die Buesche.
WOW, das war unglaublich!!!
Alles was jetzt kommt, kann uns gar nicht mehr so begeistern, mit Ausnahme eines Leoparden vielleicht.
Wir sehen wilde Hunde, eine Hyäne, ein Haufen Futtervieh, beim Fruehstueck wieder die Hippos und den im Schilf versteckten schuechternen Wasserbueffel, Elefanten, Giraffen, Paviane, endlich mal wieder ein paar Zebras – die hatten wir schon richtig vermisst – und fahren in eine Automenge, die uns fröhlich verkuendet, hier gerade einen Leoparden gesehen zu haben. Toll! Das haben wir ja gut hingekriegt.
Die Pumbas (Warzenschweine) sind besonders witzig. Wenn sie fressen, knien sie mit den Vorderfuessen und wenn sie gehen, strecken sie den Schwanz kerzengerade nach oben. Das schaut wirklich witzig aus. Man kann verstehen, warum Disney sie fuer König der Löwen ausgewählt hat.
Wir verlassen die afrikanische Tierwelt ohne die grossen 5 alle gesehen zu haben. Das war unser letzter Besuch im Nationalpark und wohl das Zeichen, dass wir nochmal kommen muessen, oder einfach mal wieder in Deutschland in den Zoo gehen sollen.
Auf dem Nachhauseweg halten wir im Einkaufszentrum an.
Schon beim Aussteigen werden wir umringt von Parkplatzwaechtern, die fuer Geld auf unseren Manni aufpassen. Ja, ihr kriegt was, aber erst wenn wir wieder kommen. Und schon kommt noch jemand, der uns die Scheiben putzen will. Das ist wirklich ein bisschen viel. Ich renne weg!
Weil es ausser dem Supermarkt noch Geschaefte gibt, checken wir natuerlich was es hier so alles zu kaufen gibt und finden sogar einen Laden, in dem uns die Klamotten gefallen. Der Koffer muss schliesslich voller werden. Die 30kg von Andreas schaffen wir auch!
Und heute abend gehen wir in die Pizzeria und essen mal wieder was gesundes: Salat und Spaghetti Bolognese. Und die Nudeln schmecken super!
Als wir zurueck kommen, gibt es schlechte Nachrichten. Obwohl das Wetter spitze ist, erzaehlt uns die Concierge, dass die Ballonfahrt abgesagt ist wegen der Thermik. Also doch nicht Afrika von oben. Judith und ich buchen fuer den naechten Morgen eine Massage und die anderen 3 wollen zur Elefantenaufzuchtstation.
Der Concierge ruft an als wir gerade gehen wollen und will uns fuer unsere morgige Ballonfahrt wecken. Ein wenig verwirrt, der Gute. Aber nach einer kleinen Diskussion welcher Tag heute ist, passt alles und wir koennen los.
Es ist noch daemmrig. Wir tanken und kaufen Kekse, weil die natuerlich ohne den Starter-Kaffee im Zimmer liegengeblieben sind.
Ich bin geschockt, wie vergittert selbst die Tankstelle ist, in der es nur ein paar Chips- und Kekspackungen und Getränke gibt. Die Glastuer hat schon eine eingeschlagene Rosette – von einem Schuss?
Um 6:40 sind wir im Krueger und auf dem Weg zu einer Strasse, an der es angeblich viele der Raubkatzen geben soll. Heute wollen wir unbedingt einen Leoparden sehen! Sonst gehen wir nicht nach Hause.
„Auch ein Nashorn nehmen wir zum Aufwaermen, oder einen Loewen oder natuerlich eine Giraffe. Die haben wir auch schon 1 Tag nicht mehr gesehen“.
Ich biege um die Ecke und vor uns liegt eine leere Strasse. Ist da links etwas? Nein, aber geradeaus.
DIE ARMAGEDDON LOEWEN!
Ueber die Kuppe kommen 6 weibliche Loewen, schoen in einer Reihe, wie in Zeitlupe. Geschockt halte ich an und mache den Motor aus. Wo ist die Kamera??? Wir sind die Einzigen hier und koennen das Schauspiel in aller Ruhe betrachten.
Die Loewen sehen uns und sind unbeeindruckt. Sie kommen direkt auf uns zu, bleiben aber ploetzlich stehen, einer dreht sich um und als ob sie sich besprechen wuerden, rotten sie sich zusammen. Das geht schnell und schon sind sie weiter unterwegs mit Kurs auf unseren Manni. Von hinten kommt ein Auto, aber auch das bleibt stehen und so laufen die Loewen in aller Seelenruhe direkt am Auto vorbei. Wenn ich jetzt den Arm rausstrecke, kann ich einen streicheln.
Hinter unserem Auto halten sie nochmal an, posen ein wenig und verschwinden dann in die Buesche.
WOW, das war unglaublich!!!
Alles was jetzt kommt, kann uns gar nicht mehr so begeistern, mit Ausnahme eines Leoparden vielleicht.
Wir sehen wilde Hunde, eine Hyäne, ein Haufen Futtervieh, beim Fruehstueck wieder die Hippos und den im Schilf versteckten schuechternen Wasserbueffel, Elefanten, Giraffen, Paviane, endlich mal wieder ein paar Zebras – die hatten wir schon richtig vermisst – und fahren in eine Automenge, die uns fröhlich verkuendet, hier gerade einen Leoparden gesehen zu haben. Toll! Das haben wir ja gut hingekriegt.
Die Pumbas (Warzenschweine) sind besonders witzig. Wenn sie fressen, knien sie mit den Vorderfuessen und wenn sie gehen, strecken sie den Schwanz kerzengerade nach oben. Das schaut wirklich witzig aus. Man kann verstehen, warum Disney sie fuer König der Löwen ausgewählt hat.
Wir verlassen die afrikanische Tierwelt ohne die grossen 5 alle gesehen zu haben. Das war unser letzter Besuch im Nationalpark und wohl das Zeichen, dass wir nochmal kommen muessen, oder einfach mal wieder in Deutschland in den Zoo gehen sollen.
Auf dem Nachhauseweg halten wir im Einkaufszentrum an.
Schon beim Aussteigen werden wir umringt von Parkplatzwaechtern, die fuer Geld auf unseren Manni aufpassen. Ja, ihr kriegt was, aber erst wenn wir wieder kommen. Und schon kommt noch jemand, der uns die Scheiben putzen will. Das ist wirklich ein bisschen viel. Ich renne weg!
Weil es ausser dem Supermarkt noch Geschaefte gibt, checken wir natuerlich was es hier so alles zu kaufen gibt und finden sogar einen Laden, in dem uns die Klamotten gefallen. Der Koffer muss schliesslich voller werden. Die 30kg von Andreas schaffen wir auch!
Und heute abend gehen wir in die Pizzeria und essen mal wieder was gesundes: Salat und Spaghetti Bolognese. Und die Nudeln schmecken super!
Als wir zurueck kommen, gibt es schlechte Nachrichten. Obwohl das Wetter spitze ist, erzaehlt uns die Concierge, dass die Ballonfahrt abgesagt ist wegen der Thermik. Also doch nicht Afrika von oben. Judith und ich buchen fuer den naechten Morgen eine Massage und die anderen 3 wollen zur Elefantenaufzuchtstation.
Tuesday, August 16, 2011
Krueger Teil I
Die Herbergseltern – zumindest benehmen sie sich so – haben reges Interesse an ihren Gaesten und fragen uns gleich am Morgen aus wer wir sind, wo wir herkommen und was wir in Suedafrika machen.
Fruehstueck nehmen wir mit Blick auf die Elefanten ein und machen uns schnell auf in den Krueger Nationalpark, den bekanntesten aller Parks in Afrika.
Wir fangen ganz im Sueden an und arbeiten uns ein Stueck nach oben durch.
Die Reihenfolge, in der wir die Tiere sehen, weiss ich nicht mehr, aber es waren fast alle dabei, die wir sehen wollten: Elefanten, Giraffen, Gnus, Wasserbueffel, Nilpferde, 1 Nashorn, wenige Zebras, ein Haufen Futtervieh (Boecke jeder Art).
Nur der Leopard laesst sich nicht blicken und auch einen Loewen sehen wir nicht. Den hatten wir ja aber schon im Hluhluwe 2mal, deshalb ist das nicht so schlimm.
Wir fahren den ganzen Tag herum und gehen erst, als die Sonne schon sehr tief steht, was noch mehr tolle Fotomotive bietet.
Beim Versuch zu tanken, verliebt sich der Tankwart in unser Auto, kann uns aber keinen Diesel geben, weil es aus der Saeule raucht. Das muessen sie erst reparieren lassen.
Er haette sich aber gefreut, fuer dieses Auto den Service zu machen, weil das ein neues Modell ist. :)
Und am Tor bei unserer Lodge erklaere ich dem Waechter, dass wir eine Reservierung haben. Er stellt ein paar mehr Fragen, ich muss einen Zettel ausfuellen und am Schluss sagt er: Ich habe mal eine Frage – Was heisst Reservierung? Mein Englisch ist nicht so gut. Willkommen!
Gleich bei der Ankunft versuchen wir eine Ballonfahrt ueber Afrika zu buchen. Der Concierge telefoniert sich ein Ohr ab. Zuerst gibt es genuegend freie Plaetze, dann gar keine mehr und nach mehreren neuen Telefonnummern und Ansprechpartnern kriegen wir fuer uebermorgen frueh Plaetze und freuen uns riesig. Das wird ein weiteres Highlight in diesem Urlaub.
Die Sterne sind draussen so klar, dass sich Julia mit dem riesen Sofakissen und einer Decke auf den Balkon legt und erstmal 1h fasziniert nach oben schaut. Hier in Afrika gibt es so wenige stoerende Lichter, dass man das Gefuehl hat, es gibt Millionen mehr Sterne als auf der Nordhalbkugel.
Fruehstueck nehmen wir mit Blick auf die Elefanten ein und machen uns schnell auf in den Krueger Nationalpark, den bekanntesten aller Parks in Afrika.
Wir fangen ganz im Sueden an und arbeiten uns ein Stueck nach oben durch.
Die Reihenfolge, in der wir die Tiere sehen, weiss ich nicht mehr, aber es waren fast alle dabei, die wir sehen wollten: Elefanten, Giraffen, Gnus, Wasserbueffel, Nilpferde, 1 Nashorn, wenige Zebras, ein Haufen Futtervieh (Boecke jeder Art).
Nur der Leopard laesst sich nicht blicken und auch einen Loewen sehen wir nicht. Den hatten wir ja aber schon im Hluhluwe 2mal, deshalb ist das nicht so schlimm.
Wir fahren den ganzen Tag herum und gehen erst, als die Sonne schon sehr tief steht, was noch mehr tolle Fotomotive bietet.
Beim Versuch zu tanken, verliebt sich der Tankwart in unser Auto, kann uns aber keinen Diesel geben, weil es aus der Saeule raucht. Das muessen sie erst reparieren lassen.
Er haette sich aber gefreut, fuer dieses Auto den Service zu machen, weil das ein neues Modell ist. :)
Und am Tor bei unserer Lodge erklaere ich dem Waechter, dass wir eine Reservierung haben. Er stellt ein paar mehr Fragen, ich muss einen Zettel ausfuellen und am Schluss sagt er: Ich habe mal eine Frage – Was heisst Reservierung? Mein Englisch ist nicht so gut. Willkommen!
Gleich bei der Ankunft versuchen wir eine Ballonfahrt ueber Afrika zu buchen. Der Concierge telefoniert sich ein Ohr ab. Zuerst gibt es genuegend freie Plaetze, dann gar keine mehr und nach mehreren neuen Telefonnummern und Ansprechpartnern kriegen wir fuer uebermorgen frueh Plaetze und freuen uns riesig. Das wird ein weiteres Highlight in diesem Urlaub.
Die Sterne sind draussen so klar, dass sich Julia mit dem riesen Sofakissen und einer Decke auf den Balkon legt und erstmal 1h fasziniert nach oben schaut. Hier in Afrika gibt es so wenige stoerende Lichter, dass man das Gefuehl hat, es gibt Millionen mehr Sterne als auf der Nordhalbkugel.
Monday, August 15, 2011
Regen....
Heute ist einer der unspektakulaersten Tage, wie sich herausstellen wird. Es regnet und selbst Manni laesst das Wasser in den Kofferraum, was Julia's seit Durban nicht getrocknete Hose nochmal einem Vollbad unterzieht. Ob sie die wohl nochmal anziehen kann bevor wir in Dubai sind?
Zum Fruehstueck gibt es Croissants!
Wir – d.h. massgeblich Julia und ich - lassen uns Zeit mit der Abfahrt weil wir ausser Strecke nichts vor uns haben. Bei dem Wetter kann man sich nichts anschauen und in den Krueger Park kommen wir um diese Uhrzeit auch nicht mehr.
Die Fahrt durch Swaziland ist trotz des Regens wunderschoen. Auch hier gibt es viele Berge und die Menschen am Strassenrand sind nett. Natuerlich wollen sie alle Geld, aber immerhin laecheln sie.
Der Grenzuebergang ist wieder sehr bezeichnend. Die Swazi-Seite scheint noch in der Steinzeit zu sein, aber immerhin haben sie schon einen Roehrenmonitor. Ob da allerdings ein Computer angeschlossen ist, kann ich nicht sehen.
Der nette Grenzbeamte packt mich natuerlich gleich fuer die Touristenumfrage. Immer bin ich es, die alle Fragen beantworten muss. Egal. Er ist nett und hat vor allem strahlend weisse Zaehne.
Je weiter wir in den Norden fahren, umso besser scheint die Wetterlage zu sein. Obwohl es immer noch ziemlich kalt ist, hoert wenigstens der Regen auf.
Im Buckler's Africa – Werbespruch: Der Krueger ist unser Garten – haben wir wieder ein wunderschoenes Chalet mit Galerie und grosser Kueche. Nur leider keine Heizung bei 12 Grad. Aber das kriegen wir mit einer Waermflasche und einem heissen Bad in der Eckbadewanne auch hin.
Zum Fruehstueck gibt es Croissants!
Wir – d.h. massgeblich Julia und ich - lassen uns Zeit mit der Abfahrt weil wir ausser Strecke nichts vor uns haben. Bei dem Wetter kann man sich nichts anschauen und in den Krueger Park kommen wir um diese Uhrzeit auch nicht mehr.
Die Fahrt durch Swaziland ist trotz des Regens wunderschoen. Auch hier gibt es viele Berge und die Menschen am Strassenrand sind nett. Natuerlich wollen sie alle Geld, aber immerhin laecheln sie.
Der Grenzuebergang ist wieder sehr bezeichnend. Die Swazi-Seite scheint noch in der Steinzeit zu sein, aber immerhin haben sie schon einen Roehrenmonitor. Ob da allerdings ein Computer angeschlossen ist, kann ich nicht sehen.
Der nette Grenzbeamte packt mich natuerlich gleich fuer die Touristenumfrage. Immer bin ich es, die alle Fragen beantworten muss. Egal. Er ist nett und hat vor allem strahlend weisse Zaehne.
Je weiter wir in den Norden fahren, umso besser scheint die Wetterlage zu sein. Obwohl es immer noch ziemlich kalt ist, hoert wenigstens der Regen auf.
Im Buckler's Africa – Werbespruch: Der Krueger ist unser Garten – haben wir wieder ein wunderschoenes Chalet mit Galerie und grosser Kueche. Nur leider keine Heizung bei 12 Grad. Aber das kriegen wir mit einer Waermflasche und einem heissen Bad in der Eckbadewanne auch hin.
Sunday, August 14, 2011
Swaziland
Es regnet und somit faellt der Morgendrive mit Manni aus. Wir verschlafen auch gleich und machen uns deshalb ohne Fruehstueck auf den Weg in Richtung Swaziland. Die suedafrikanische Seite der Grenze ist hier nagelneu, man sieht genau, dass fuer die Weltmeisterschaft im letzten Jahr investiert wurde mit einem neuen Zollgebaeude und hohen Zaeunen.
Swaziland auf der anderen Seite ist das komplette Gegenteil. Nicht nur, dass hier der Teer aufhoert, beim Abstempeln lassen des Passes wird nicht mal die Seite mit dem Bild aufgeschlagen. Der Zoellner sammelt lediglich das Einreiseformular ein ohne es zu lesen oder zu vergleichen mit dem Pass und legt es auf einen riesen Stapel. Bei diesem Chaos wissen die in 10 Jahren noch nicht, wer in ihrem Land zu Gast war.
An der Seite gibt es 3 Boxen mit Kondomen, die man kostenlos mitnehmen kann. Das ist bei einer HIV-Rate von weit ueber 30% auch noetig und das erste Schild das wir sehen, als wir nach der Fahrt durch das Grenzdorf wieder auf einer normalen Strasse sind, weist darauf hin, dass man seinem Partner treu sein soll, wegen der HIV Gefahr.
Jetzt sind wir wieder in Afrika. Suedafrika scheint nur die Light Version zu sein.
Strassenschilder warnen uns vor Pumbas, die die Strasse ueberqueren, aber leider sehen wir keinen. Als die Warnschilder Kuehe zeigen, sieht das schon anders aus. Mehrere Male muss ich anhalten, um den Kuehen Platz zu machen, die hier ueberall links und rechts am Strassenrand grasen.
Ausser der Haupstrasse ist hier nichts mehr geteert und man sieht, dass das Land sehr arm ist.
Nach ca. 1h finden wir uns in Manzini wieder und kommen uns vor, als ob wir in der Zukunft gelandet waeren. Grosse Werbetafeln, ein BMW Haendler, der auch in Deutschland stehen koennte und viel Industrie. Wo sind wir denn hier? Na, im industriellen Zentrum des Landes. Wir beschliessen sofort, hier Mittag zu essen, weil das wohl die einzige Chance auf eine Mahlzeit ist, die wir aus einer Karte bestellen koennen und das klappt auch. Manni parkt draussen und wir passen auf, dass ihm nichts passiert.
Es ist Sonntag und alle sind schoen angezogen. Sie kommen bestimmt aus der Kirche.
Auf dem Weg nach Lobamba, in der Naehe des Koenigssitzes, wo wir schlafen wollen halten wir an einem Kuenstlermarkt an. Es ist ein Touristenmarkt, aber die ausgestellten Kunstwerke sind schoen. Wir finden alle unsere Mitbringsel. :)
In Lobamba machen wir noch einen Spaziergang, Judith und Katrin entdecken ein ziemlich grosses, rotes Insekt und ich einen Mueckenstich. Da aber ueberhaupt keine Malaria-Saison ist, mache ich mir mal keine Sorgen. Und wenn, bin ich schon wieder in Deutschland wenn es ausbricht.
Zum Abendessen wollen wir in den Ort fahren und landen in einem nagelneuen Einkaufszentrum mit mehreren Restaurants. Das passt ueberhaupt nicht hierher, aber scheinbar gibt es hier mehr Weisse, die wir dann im “Spur” auch sehen. Unsere Kellnerin ist ganz neu und bemueht sich sehr um uns und auch alle unsere Sonderwuensche. Beim Anblick ihres Trinkgeldes am Schluss, kriegt sie das Grinsen kaum noch aus dem Gesicht. Das war wahrscheinlich ein halber Monatslohn fuer sie. Na, hoffentlich kommen noch mehr Touristen. Sie ist auf jeden Fall sehr nett!
Nachtrag: Es regnet seitdem wir vom Essen zurueck sind und in der Nacht kommt noch ein superlautes Gewitter dazu, dessen Donner uns nicht schlafen laesst, und das nicht nur wegen der Lautstaerke sondern auch wegen der Laenge.
Swaziland auf der anderen Seite ist das komplette Gegenteil. Nicht nur, dass hier der Teer aufhoert, beim Abstempeln lassen des Passes wird nicht mal die Seite mit dem Bild aufgeschlagen. Der Zoellner sammelt lediglich das Einreiseformular ein ohne es zu lesen oder zu vergleichen mit dem Pass und legt es auf einen riesen Stapel. Bei diesem Chaos wissen die in 10 Jahren noch nicht, wer in ihrem Land zu Gast war.
An der Seite gibt es 3 Boxen mit Kondomen, die man kostenlos mitnehmen kann. Das ist bei einer HIV-Rate von weit ueber 30% auch noetig und das erste Schild das wir sehen, als wir nach der Fahrt durch das Grenzdorf wieder auf einer normalen Strasse sind, weist darauf hin, dass man seinem Partner treu sein soll, wegen der HIV Gefahr.
Jetzt sind wir wieder in Afrika. Suedafrika scheint nur die Light Version zu sein.
Strassenschilder warnen uns vor Pumbas, die die Strasse ueberqueren, aber leider sehen wir keinen. Als die Warnschilder Kuehe zeigen, sieht das schon anders aus. Mehrere Male muss ich anhalten, um den Kuehen Platz zu machen, die hier ueberall links und rechts am Strassenrand grasen.
Ausser der Haupstrasse ist hier nichts mehr geteert und man sieht, dass das Land sehr arm ist.
Nach ca. 1h finden wir uns in Manzini wieder und kommen uns vor, als ob wir in der Zukunft gelandet waeren. Grosse Werbetafeln, ein BMW Haendler, der auch in Deutschland stehen koennte und viel Industrie. Wo sind wir denn hier? Na, im industriellen Zentrum des Landes. Wir beschliessen sofort, hier Mittag zu essen, weil das wohl die einzige Chance auf eine Mahlzeit ist, die wir aus einer Karte bestellen koennen und das klappt auch. Manni parkt draussen und wir passen auf, dass ihm nichts passiert.
Es ist Sonntag und alle sind schoen angezogen. Sie kommen bestimmt aus der Kirche.
Auf dem Weg nach Lobamba, in der Naehe des Koenigssitzes, wo wir schlafen wollen halten wir an einem Kuenstlermarkt an. Es ist ein Touristenmarkt, aber die ausgestellten Kunstwerke sind schoen. Wir finden alle unsere Mitbringsel. :)
In Lobamba machen wir noch einen Spaziergang, Judith und Katrin entdecken ein ziemlich grosses, rotes Insekt und ich einen Mueckenstich. Da aber ueberhaupt keine Malaria-Saison ist, mache ich mir mal keine Sorgen. Und wenn, bin ich schon wieder in Deutschland wenn es ausbricht.
Zum Abendessen wollen wir in den Ort fahren und landen in einem nagelneuen Einkaufszentrum mit mehreren Restaurants. Das passt ueberhaupt nicht hierher, aber scheinbar gibt es hier mehr Weisse, die wir dann im “Spur” auch sehen. Unsere Kellnerin ist ganz neu und bemueht sich sehr um uns und auch alle unsere Sonderwuensche. Beim Anblick ihres Trinkgeldes am Schluss, kriegt sie das Grinsen kaum noch aus dem Gesicht. Das war wahrscheinlich ein halber Monatslohn fuer sie. Na, hoffentlich kommen noch mehr Touristen. Sie ist auf jeden Fall sehr nett!
Nachtrag: Es regnet seitdem wir vom Essen zurueck sind und in der Nacht kommt noch ein superlautes Gewitter dazu, dessen Donner uns nicht schlafen laesst, und das nicht nur wegen der Lautstaerke sondern auch wegen der Laenge.
Saturday, August 13, 2011
Auf Tour mit den Juroren von Africa's Next Topmodel
Die Jury von Africa's Next Topmodel ist heute unterwegs, um ein paar Fotos zu schiessen, sich die Kandidaten in ihrer natuerlichen Umgebung anzuschauen und auch ihre Familien kennen zu lernen. Noch ist die Casting-Phase nicht vorbei und neue Kandidaten werden noch aufgenommen, sofern sie interessant sind und gut posieren/ performen.
Bereits im Morgengrauen machen sich die 5 Juroren Katrin, Judith, Julia, Andreas und Eva mit Manni auf den Weg in den Busch. Der Anfang ist ein wenig langsam und die Kandidaten sind wohl noch in der Maske, aber schon bald entdecken sie die erste Giraffe, die genuesslich aus dem Baum frisst. Sie ist umringt von ein paar Zebras, was ihr auf jeden Fall Freundespunkte einbringt. Sie performed aber nicht richtig und laesst sich von uns nicht vom Fressen abhalten, sondern laeuft sogar vor uns auf der Strasse her.
Also weiter zum naechsten Kandidaten, dem weissen Nashorn, das mit seinem Namen ein wenig wegen der Farbe betruegt. Es ist nicht weiss, sondern genauso grau wie das schwarze Rhino, nur das Horn ist bedeutend laenger. Als die Jury sich naehert, zieht sich der Kandidat in den Busch zurueck, nicht aber ohne ein anstaendiges Foto fuer die Unterlagen zu liefern.
Und wieder kommen die Juroren zu den Giraffen. Dieses Mal sind es 2, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, mit ihren Grimassen zu beeindrucken, was definitiv gelingt. Es gibt erneut Pluspunkte fuer die nette Art und das freundliche Laecheln.
Der Adler zwischendrin faellt nun kaum noch auf, dennoch wird er als Kandidat mit aufgenommen. Gerechtigkeit muss sein.
Die Streifenrehe – bei der Jury auch Futter fuer die Loewen genannt – stellen sich sauber in einer Reihe auf und schauen interessiert auf Manni, das Promo-Fahrzeug. Da sie noch in den Graesern stehen, ist leider keine gute Performance zu verzeichnen, es wird ihnen aber bei Gelegenheit eine 2. Chance eingeraeumt.
Die Jury biegt um eine Ecke und hier haben sich die Elefanten in Position gebracht, um tolle Fotos zu bieten. Das ist Performance! Eine komplette Familie mit ihrem Kind steht in der Strasse. Papa Elefant baeumt sich ein wenig auf und zeigt seine Breitseite, damit der Rest sicher von der einen auf die andere Seite kommt. Dann verschwinden alle in den Bueschen. Das war schon sehr beeindruckend und gibt auf jeden Fall Familienpunkte! Als die Jury gerade weiterfahren will, kommt ein Nachzuegler angaloppiert, der auch noch als Kandidat beruecksichtigt werden moechte. Klar, machen wir! Knips!
Schon wieder eine Giraffe. Die geben sich wirklich Muehe, aber dieses Exemplar wueridgt uns keines Blickes und deshalb fahren wir schnell weiter zu den anderen Kandidaten. Wir haben schliesslich noch viel vor, werden aber von einer am Wasser trinkenden Giraffe gestoppt. Das ist natuerlich ein Highlight zu sehen, wie sie sich nach unten kniet, um mit ihrem langen Hals ans Wasser zu kommen.
Weitere Rhinos sind oben in den Bergen, zeigen aber ausser ihrer Familiengroesse keine besonderen Faehigkeiten.
Die Affen scheren sich ueberhaupt nicht um Manni und rennen immer davon, das gibt Punktabzug.
Nach einer kurzen Pause, begibt sich die Jury erneut auf einen Drive, um im unteren Teil des Hluhluwe/ Mfolozi Parks weiteren Kandidaten die Chance auf ein Foto zu geben.
Wieder sind es die Rehe, die mit bei den ersten Posern dabei sind. Dieses Mal gesellen sich allerdings auch Warzenschweine – wir nennen sie nur Pumbas – hinzu und zeigen uns ihre Vokuhilas und langen Stosszaehne. Und auch die Zebras haben sich extra herausgeputzt und waren nochmal beim Nachmalen des Musters, damit es schoen glaenzt. Jurorin Eva, die Spezialistin fuer die Hintern der Tiere kommt voll auf ihre Kosten.
Ein Tier, das sich gross angemeldet hat und sogar von sich behauptet, einer der grossen 5 zu sein, laesst sich jedoch nicht blicken – der Leopard. Das wird von der Jury als sehr negativ bewertet und vor allem als Zumutung, dass sie den ganzen Tag in den Baeumen suchen muessen und dann nichts um die Ecke kommt.
Giraffen, Gnus, Affen, die endlich auch mal posen und somit mehr Sympathiepunkte bekommen, sind gemeinsam unterwegs und suchen Futter. Das gibt fuer alle Freundschaftspunkte. Auch die Pumbas gesellen sich nochmal dazu und das macht das Bild perfekt.
Auf dem Rueckweg vor dem Abend-Rundgang verstecken sich alle und bereiten sich auf die Late Night Show vor.
Und um 5 geht es los... Ein wenig zu spaet fuer den Geschmack der Jury wenn man bedenkt, dass es ab 6 Uhr dunkel ist – und dunkel heisst in SA es ist – um es mit Papa's Worten auszudruecken – kuhranzennacht. Da es heute bewoelkt ist, fehlt auch das schmeichelnde Licht des Vollmonds. Die Fahrt geht gemeinsam im Inkognito Auto eines Rangers los.
Alle Tiere, die die Jury zu sehen kriegt, haben bereits tagsueber besser Posen geboten und sind deshalb nur minimal der Rede wert.
Als es wirklich dunkel wird, packt der Ranger starke Scheinwerfer aus und befiehlt einer Mitreisenden Touristin, diesen immer schoen am Boden entlangzuhalten und zu kucken, ob sie Augenpaare sieht. Wenn ja, dann sofort den Schweinwerfer weg, um das Tier nicht zu blenden. Und hier geht die abenteuerliche Fahrt erst richtig los. Bis auf ein paar Voegel, die nicht am Wettbewerb teilnehmen wegen fehlender Coolness, sieht die Jury wenig. Erst als sie wieder an der Loewenstelle des gestrigen Tages sind, kommt Leben in die Bude. Clarence, der nette Loewe ist wieder da und die Jury sieht in aus dem Gebuesch linsen. Waere es nicht schon so dunkel, haette das ein wunderschoenes Foto werden koenne, aber das klappt leider nicht. Erst als er ueber die Strasse laeuft, kann er von den Jurymitgliedern abgelichtet werden, wegen seiner schnellen Bewegungen allerdings nur verschwommen. Die naechste Stunde verbringt der Ranger damit, den Loewen in eine bessere Position zu bringen und der Jury doch noch das gewuenscht Poser-Foto zu liefern, aber leider gelingt es nicht und die Jury ist sichtlich genervt. Es ist kalt, es hat angefangen zu nieseln und die erkaelteten Kollegen wollen nur noch eins: Ins Warme.
Wegen der Touristen muss aber noch die Runde vorbei an schlafenden Giraffen, den gruessenden Zebras am Eingang des Parks – die sind einfach die nettesten Parkbewohner – und ein paar schlafenden Nashoernern, geht der Weg zurueck in Richtung Lodge. Ach nein, die Jury genehmigt sich noch ein eiskaltes Bier beim Pinkelstopp. So viel Zeit muss sein. :)
Und es gibt noch ein paar Late Additions zu den Bewerbungen: Ein Feldhase, der vom Ranger die Strasse entlang gejagt wird, aber wegen fehlendem Exotenfaktor von der Jury disqualifiziert wird und eien Hyaene, die sich mit ihrer Beute ins Gebuesch verzieht, als sie angestrahlt wird. Auch sie darf beim Wettbewerb nicht mitmachen weil es nicht geduldet wird, der Jury Gejagtes zu praesentieren.
Kurz vor Ende der Nachtfahrt kommt noch ein einzelner Elefant und bietet die spannendste Begegnung des Abends. Aus dem Dunkel taucht er rechts vom Auto auf und wedelt mit den Ohren. Das ist sehr faszinierend und der Elefant erhaelt heute sicher ein Foto, gemeinsam mit den Giraffen und den Zebras. Auch die Antilopen und Pumbas haben es eine Runde weitergeschafft, sowie das Nashorn. Der Loewe muss noch ein wenig bangen. Immerhin hat er weder ein praesentables Foto noch seine Familie praesentiert und der Leopard bekommt in ein paar Tagen im Krueger noch eine letzte Chance.
Bereits im Morgengrauen machen sich die 5 Juroren Katrin, Judith, Julia, Andreas und Eva mit Manni auf den Weg in den Busch. Der Anfang ist ein wenig langsam und die Kandidaten sind wohl noch in der Maske, aber schon bald entdecken sie die erste Giraffe, die genuesslich aus dem Baum frisst. Sie ist umringt von ein paar Zebras, was ihr auf jeden Fall Freundespunkte einbringt. Sie performed aber nicht richtig und laesst sich von uns nicht vom Fressen abhalten, sondern laeuft sogar vor uns auf der Strasse her.
Also weiter zum naechsten Kandidaten, dem weissen Nashorn, das mit seinem Namen ein wenig wegen der Farbe betruegt. Es ist nicht weiss, sondern genauso grau wie das schwarze Rhino, nur das Horn ist bedeutend laenger. Als die Jury sich naehert, zieht sich der Kandidat in den Busch zurueck, nicht aber ohne ein anstaendiges Foto fuer die Unterlagen zu liefern.
Und wieder kommen die Juroren zu den Giraffen. Dieses Mal sind es 2, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, mit ihren Grimassen zu beeindrucken, was definitiv gelingt. Es gibt erneut Pluspunkte fuer die nette Art und das freundliche Laecheln.
Der Adler zwischendrin faellt nun kaum noch auf, dennoch wird er als Kandidat mit aufgenommen. Gerechtigkeit muss sein.
Die Streifenrehe – bei der Jury auch Futter fuer die Loewen genannt – stellen sich sauber in einer Reihe auf und schauen interessiert auf Manni, das Promo-Fahrzeug. Da sie noch in den Graesern stehen, ist leider keine gute Performance zu verzeichnen, es wird ihnen aber bei Gelegenheit eine 2. Chance eingeraeumt.
Die Jury biegt um eine Ecke und hier haben sich die Elefanten in Position gebracht, um tolle Fotos zu bieten. Das ist Performance! Eine komplette Familie mit ihrem Kind steht in der Strasse. Papa Elefant baeumt sich ein wenig auf und zeigt seine Breitseite, damit der Rest sicher von der einen auf die andere Seite kommt. Dann verschwinden alle in den Bueschen. Das war schon sehr beeindruckend und gibt auf jeden Fall Familienpunkte! Als die Jury gerade weiterfahren will, kommt ein Nachzuegler angaloppiert, der auch noch als Kandidat beruecksichtigt werden moechte. Klar, machen wir! Knips!
Schon wieder eine Giraffe. Die geben sich wirklich Muehe, aber dieses Exemplar wueridgt uns keines Blickes und deshalb fahren wir schnell weiter zu den anderen Kandidaten. Wir haben schliesslich noch viel vor, werden aber von einer am Wasser trinkenden Giraffe gestoppt. Das ist natuerlich ein Highlight zu sehen, wie sie sich nach unten kniet, um mit ihrem langen Hals ans Wasser zu kommen.
Weitere Rhinos sind oben in den Bergen, zeigen aber ausser ihrer Familiengroesse keine besonderen Faehigkeiten.
Die Affen scheren sich ueberhaupt nicht um Manni und rennen immer davon, das gibt Punktabzug.
Nach einer kurzen Pause, begibt sich die Jury erneut auf einen Drive, um im unteren Teil des Hluhluwe/ Mfolozi Parks weiteren Kandidaten die Chance auf ein Foto zu geben.
Wieder sind es die Rehe, die mit bei den ersten Posern dabei sind. Dieses Mal gesellen sich allerdings auch Warzenschweine – wir nennen sie nur Pumbas – hinzu und zeigen uns ihre Vokuhilas und langen Stosszaehne. Und auch die Zebras haben sich extra herausgeputzt und waren nochmal beim Nachmalen des Musters, damit es schoen glaenzt. Jurorin Eva, die Spezialistin fuer die Hintern der Tiere kommt voll auf ihre Kosten.
Ein Tier, das sich gross angemeldet hat und sogar von sich behauptet, einer der grossen 5 zu sein, laesst sich jedoch nicht blicken – der Leopard. Das wird von der Jury als sehr negativ bewertet und vor allem als Zumutung, dass sie den ganzen Tag in den Baeumen suchen muessen und dann nichts um die Ecke kommt.
Giraffen, Gnus, Affen, die endlich auch mal posen und somit mehr Sympathiepunkte bekommen, sind gemeinsam unterwegs und suchen Futter. Das gibt fuer alle Freundschaftspunkte. Auch die Pumbas gesellen sich nochmal dazu und das macht das Bild perfekt.
Auf dem Rueckweg vor dem Abend-Rundgang verstecken sich alle und bereiten sich auf die Late Night Show vor.
Und um 5 geht es los... Ein wenig zu spaet fuer den Geschmack der Jury wenn man bedenkt, dass es ab 6 Uhr dunkel ist – und dunkel heisst in SA es ist – um es mit Papa's Worten auszudruecken – kuhranzennacht. Da es heute bewoelkt ist, fehlt auch das schmeichelnde Licht des Vollmonds. Die Fahrt geht gemeinsam im Inkognito Auto eines Rangers los.
Alle Tiere, die die Jury zu sehen kriegt, haben bereits tagsueber besser Posen geboten und sind deshalb nur minimal der Rede wert.
Als es wirklich dunkel wird, packt der Ranger starke Scheinwerfer aus und befiehlt einer Mitreisenden Touristin, diesen immer schoen am Boden entlangzuhalten und zu kucken, ob sie Augenpaare sieht. Wenn ja, dann sofort den Schweinwerfer weg, um das Tier nicht zu blenden. Und hier geht die abenteuerliche Fahrt erst richtig los. Bis auf ein paar Voegel, die nicht am Wettbewerb teilnehmen wegen fehlender Coolness, sieht die Jury wenig. Erst als sie wieder an der Loewenstelle des gestrigen Tages sind, kommt Leben in die Bude. Clarence, der nette Loewe ist wieder da und die Jury sieht in aus dem Gebuesch linsen. Waere es nicht schon so dunkel, haette das ein wunderschoenes Foto werden koenne, aber das klappt leider nicht. Erst als er ueber die Strasse laeuft, kann er von den Jurymitgliedern abgelichtet werden, wegen seiner schnellen Bewegungen allerdings nur verschwommen. Die naechste Stunde verbringt der Ranger damit, den Loewen in eine bessere Position zu bringen und der Jury doch noch das gewuenscht Poser-Foto zu liefern, aber leider gelingt es nicht und die Jury ist sichtlich genervt. Es ist kalt, es hat angefangen zu nieseln und die erkaelteten Kollegen wollen nur noch eins: Ins Warme.
Wegen der Touristen muss aber noch die Runde vorbei an schlafenden Giraffen, den gruessenden Zebras am Eingang des Parks – die sind einfach die nettesten Parkbewohner – und ein paar schlafenden Nashoernern, geht der Weg zurueck in Richtung Lodge. Ach nein, die Jury genehmigt sich noch ein eiskaltes Bier beim Pinkelstopp. So viel Zeit muss sein. :)
Und es gibt noch ein paar Late Additions zu den Bewerbungen: Ein Feldhase, der vom Ranger die Strasse entlang gejagt wird, aber wegen fehlendem Exotenfaktor von der Jury disqualifiziert wird und eien Hyaene, die sich mit ihrer Beute ins Gebuesch verzieht, als sie angestrahlt wird. Auch sie darf beim Wettbewerb nicht mitmachen weil es nicht geduldet wird, der Jury Gejagtes zu praesentieren.
Kurz vor Ende der Nachtfahrt kommt noch ein einzelner Elefant und bietet die spannendste Begegnung des Abends. Aus dem Dunkel taucht er rechts vom Auto auf und wedelt mit den Ohren. Das ist sehr faszinierend und der Elefant erhaelt heute sicher ein Foto, gemeinsam mit den Giraffen und den Zebras. Auch die Antilopen und Pumbas haben es eine Runde weitergeschafft, sowie das Nashorn. Der Loewe muss noch ein wenig bangen. Immerhin hat er weder ein praesentables Foto noch seine Familie praesentiert und der Leopard bekommt in ein paar Tagen im Krueger noch eine letzte Chance.
Friday, August 12, 2011
Endlich: Nilpferde fuer Katrin und Judith und die Begegnung mit dem Koenig!
Das wird ein superspannender Tag, aber kommen wir erst mal zu den Anfaengen. Schon beim Fruehstueck bemerken wir mal wieder, dass in Suedafrika alles ein wenig langsamer zugeht. Die Bestellung fuer's Fruehstueck muss in Etappen erfolgen, weil immer nur 2 Orders gleichzeitig verarbeitet werden koennen. Wenn wir das gewusst haetten, dann haetten wir schon viel frueher bestellt. Wir haben heute doch noch so viel vor.
Die Stadtrundfahrt in Durban faellt sehr zu ungunsten von Julia und mir ziemlich kurz aus. Das indische Viertel reissen wir kurz an, sind aber nur in 2 Hauptstrassen und machen uns dann sofort auf die Autobahn in Richtung St. Lucia zu den Nilpferden. Hinter Balisto – aeh, Ballito, snacken wollen wir nicht – halten wir aber doch nochmal schnell am Meer an und dieses Mal bin ich diejenige, die beim Fotografieren zu nah am Wasser steht, bzw. kniet und einen nassen Hintern bekommt. Zum Glueck ist das Wasser nicht soooooo kalt, sondern sogar so warm, dass ein paar Verrueckt im Bikini da stehen. Die Wellen sind superhoch, so dass Schwimmen ohnehin unmoeglich waere. Dafuer bieten sie tolle Fotos.
Wir rasen weiter... Hannelore zeigt an, dass wir um 12:39 in St. Lucia sind, das Boot zu den Nilpferden legt aber schon um 12:30 ab, also muss sie die 9 min irgendwie reinholen. Dank Manni/ Mpupu und einigen sehr weit links fahrenden Kollegen klappt das auch und wir fahren um 12:24 auf den Parkplatz des Bootanbieters, nur das Boot ist leider schon weg. Haeh??? Ja, es hat vor 10 min abgelegt. In der Stadt gibt es aber noch weitere Anbieter, also rasen wir los und ergattern eins um 13 Uhr, das aber schon um 12:50 ablegt. Was ist das denn? Haben die hier eine andere Zeitzone als wir?
Schlussendlich fahren wir dann doch erst um kurz nach 1 los und sehen schon nach wenigen Minuten den Kingfisher Vogel, die kleinste Gans der Welt und dann: NILPFERDE! Katrin und Judith sind komplett aus dem Haeuschen und im Gegensatz zu letzem Mal, performen sie auch ein wenig besser. Eins gaehnt sogar, wenn auch nur hinter dem Schilf, aber das ist ja unser Problem und nicht seins.
Wir sehen ein paar Krokodile mit riesen Peilsendern auf dem Ruecken und dann endlich eine Herde Nilpferde mit einem Baby in der Mitte. Eins schlaeft im stehen und die anderen liegen nur faul rum, wieder kein Gaehnen oder mehr Action. Auch die naechste Herde bietet nicht mehr und ganz am Ende dieses Seearms bleiben wir leider nicht lang genug, um zu sehen, wie mehrere Nilpferde aufstehen und sich wohl sogar auch ein wenig bekriegen.
Ein Lizard, ein Fischadler und nochmal ein paar Nilpferde und schon sind wir wieder an Land.
In St. Lucia – einem schrecklichen Touristenort – essen wir noch und machen uns auf den Weg in den Hluhluwe Nationalpark. Hannelore und Andreas' Navi sind sich nicht ganz einig, welches der richtige Weg ist und wie lange es dauert und am Ende nehmen wir den weniger spannenden, aber wir kommen schon 20 nach 5 am Gate an und werden durchgelassen. Noch keine Minute im Park – und auf unserer 10km langen Strecke zu unserem Lodge, sehen wir ein Zebra, das so nah am Auto ist, dass wir es streicheln koennten. Und gleich dahinter sind ein paar Giraffen und Nashoerner. Wir wissen ueberhaupt nicht mehr, wo wir hinschauen muessen. Eigentlich dachten wir, dass wir erst morgen wieder Tiere sehen, aber es kommt noch besser.
Julia sieht sie als Erste... Die grauen Riesen: ELEFANTEN!!! Wir bleiben stehen und nehmen uns alle Zeit der Welt, ihnen beim Fressen zuzusehen. Es ist schon daemmrig und die Kameras machen fast schlappt. Der Motor ist aus, wir staunen, als wir ploetzlich Julia hoeren: Da ist ein Loewe!
Alle kucken gerade aus. Dirket vor uns auf der Strasse kommt der Koenig der Tiere hoechstpersoenlich dahergelaufen. Sichtlich unbeeindruckt von Manni laeuft er hier auf der Strasse, kuckt uns an, laeuft links in die Buesche, kommt wieder raus, laeuft rechts... Die Elefanten haben sich hinter Manni versteckt und warten. Der Loewe geht neben unserem Auto in die Buesche und verschwindet.
Wir sind alle geschockt. Das haetten wir nicht gedacht.
Julia's Kommentar: Ich schau da auf die Elefanten rechts, dann kuck ich geradeaus und der Typ steht da! :)
Ja, so schnell kann's gehen, 2 der grossen 5 zu sehen.
Die restlichen Kilometer bis zur Lodge fahren wir superlangsam. Wir wollen schliesslich kein Tier anfahren, aber uns begegnet auch keins mehr.
Die Stadtrundfahrt in Durban faellt sehr zu ungunsten von Julia und mir ziemlich kurz aus. Das indische Viertel reissen wir kurz an, sind aber nur in 2 Hauptstrassen und machen uns dann sofort auf die Autobahn in Richtung St. Lucia zu den Nilpferden. Hinter Balisto – aeh, Ballito, snacken wollen wir nicht – halten wir aber doch nochmal schnell am Meer an und dieses Mal bin ich diejenige, die beim Fotografieren zu nah am Wasser steht, bzw. kniet und einen nassen Hintern bekommt. Zum Glueck ist das Wasser nicht soooooo kalt, sondern sogar so warm, dass ein paar Verrueckt im Bikini da stehen. Die Wellen sind superhoch, so dass Schwimmen ohnehin unmoeglich waere. Dafuer bieten sie tolle Fotos.
Wir rasen weiter... Hannelore zeigt an, dass wir um 12:39 in St. Lucia sind, das Boot zu den Nilpferden legt aber schon um 12:30 ab, also muss sie die 9 min irgendwie reinholen. Dank Manni/ Mpupu und einigen sehr weit links fahrenden Kollegen klappt das auch und wir fahren um 12:24 auf den Parkplatz des Bootanbieters, nur das Boot ist leider schon weg. Haeh??? Ja, es hat vor 10 min abgelegt. In der Stadt gibt es aber noch weitere Anbieter, also rasen wir los und ergattern eins um 13 Uhr, das aber schon um 12:50 ablegt. Was ist das denn? Haben die hier eine andere Zeitzone als wir?
Schlussendlich fahren wir dann doch erst um kurz nach 1 los und sehen schon nach wenigen Minuten den Kingfisher Vogel, die kleinste Gans der Welt und dann: NILPFERDE! Katrin und Judith sind komplett aus dem Haeuschen und im Gegensatz zu letzem Mal, performen sie auch ein wenig besser. Eins gaehnt sogar, wenn auch nur hinter dem Schilf, aber das ist ja unser Problem und nicht seins.
Wir sehen ein paar Krokodile mit riesen Peilsendern auf dem Ruecken und dann endlich eine Herde Nilpferde mit einem Baby in der Mitte. Eins schlaeft im stehen und die anderen liegen nur faul rum, wieder kein Gaehnen oder mehr Action. Auch die naechste Herde bietet nicht mehr und ganz am Ende dieses Seearms bleiben wir leider nicht lang genug, um zu sehen, wie mehrere Nilpferde aufstehen und sich wohl sogar auch ein wenig bekriegen.
Ein Lizard, ein Fischadler und nochmal ein paar Nilpferde und schon sind wir wieder an Land.
In St. Lucia – einem schrecklichen Touristenort – essen wir noch und machen uns auf den Weg in den Hluhluwe Nationalpark. Hannelore und Andreas' Navi sind sich nicht ganz einig, welches der richtige Weg ist und wie lange es dauert und am Ende nehmen wir den weniger spannenden, aber wir kommen schon 20 nach 5 am Gate an und werden durchgelassen. Noch keine Minute im Park – und auf unserer 10km langen Strecke zu unserem Lodge, sehen wir ein Zebra, das so nah am Auto ist, dass wir es streicheln koennten. Und gleich dahinter sind ein paar Giraffen und Nashoerner. Wir wissen ueberhaupt nicht mehr, wo wir hinschauen muessen. Eigentlich dachten wir, dass wir erst morgen wieder Tiere sehen, aber es kommt noch besser.
Julia sieht sie als Erste... Die grauen Riesen: ELEFANTEN!!! Wir bleiben stehen und nehmen uns alle Zeit der Welt, ihnen beim Fressen zuzusehen. Es ist schon daemmrig und die Kameras machen fast schlappt. Der Motor ist aus, wir staunen, als wir ploetzlich Julia hoeren: Da ist ein Loewe!
Alle kucken gerade aus. Dirket vor uns auf der Strasse kommt der Koenig der Tiere hoechstpersoenlich dahergelaufen. Sichtlich unbeeindruckt von Manni laeuft er hier auf der Strasse, kuckt uns an, laeuft links in die Buesche, kommt wieder raus, laeuft rechts... Die Elefanten haben sich hinter Manni versteckt und warten. Der Loewe geht neben unserem Auto in die Buesche und verschwindet.
Wir sind alle geschockt. Das haetten wir nicht gedacht.
Julia's Kommentar: Ich schau da auf die Elefanten rechts, dann kuck ich geradeaus und der Typ steht da! :)
Ja, so schnell kann's gehen, 2 der grossen 5 zu sehen.
Die restlichen Kilometer bis zur Lodge fahren wir superlangsam. Wir wollen schliesslich kein Tier anfahren, aber uns begegnet auch keins mehr.
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